Fahrrad-Trial
ist ein faszinierender und actiongeladener Sport, der
einen gleich in vieler Hinsicht fordert.
Es
gilt, das Fahrrad in jeder Situation perfekt zu
beherrschen. Dabei fahren Trialer nicht nur, vielmehr
hüpfen und springen sie scheinbar spielerisch über alle
nur erdenklichen Hindernisse, oft auch in
schwindelerregender Höhe.
Körperbeherrschung,
Balancegefühl, Konzentration, Kraft, Ausdauer und Mut
werden gleichermaßen gefördert. Aber auch Phantasie ist
wichtig, denn für jede Situation muss die am besten
geeignete Fahrtechnik gewählt werden.
Im
Trial wird es niemals langweilig, denn jede Situation
ist wieder anders. Auch das Training macht Freude und
hat man erst einmal die Grundlagen des Trialfahrens
erarbeitet, wird der Spaßfaktor mit steigendem Können
immer größer.
In der
Gruppe macht Trial besonders Spaß. Die Fahrer pushen
sich gegenseitig und legen die Messlatte immer höher.
Aber egal auf welchem Level man fährt, es gibt immer
jemanden, den man begeistern kann.
Nicht
zuletzt ist Trial auch eine gute Möglichkeit die Konzentrationsfähigkeit zu schulen. In
schwierigen Prüfungen ist man oft so konzentriert, auf
sich selbst und die Situation, dass man alles um sich
herum
vergisst.
Trial Sport
Trialsport
ist in vieler Hinsicht vergleichbar mit Golf. Die Fahrer
müssen versuchen, sich einen Sprung im Kopf vorzustellen,
bevor sie ihn ausführen. Wer am Ende die wenigsten Punkte
gesammelt hat, gewinnt. Dann noch die Tatsache, dass nur sehr
viel Erfahrung zum Erfolg führt. Im Trial-Wettkampf ist es das
Ziel, mit möglichst wenig Körperkontakt ein Fahrrad mit
spezieller Geometrie durch einen natürlichen oder künstlichen
Parcours hindurch zu bewegen. Oft sind Sektionen so
schwierig, dass sie sogar zu Fuß nur schwer zu bewältigen
sind.
Eine Sektion ist ein Geländeabschnitt, der mit Bändern,
Tafeln und Pfeilen versehen ist, welche die Fahrspuren der
verschiedenen Kategorien bestimmen. Jede Kategorie wird durch
eine eigene Farbe gekennzeichnet. Ein Sektor kann gespickt
sein mit steilen Auf- oder Abfahrten, mit Bachdurchfahrten,
Wurzelpassagen, Felsen, mit Baumstämmen oder -strünken, mit
Schotter- Schräghang- oder Schlammpassagen. Oft werden diese
natürlichen Sektoren noch durch künstliche ergänzt. Häufige
Elemente dieser Show-Sektoren sind Betonröhren, Paletten,
Kabelrollen, Fässer oder ausgediente Autos. Je nach Kategorie
und Veranstalter müssen 4-8 Sektionen durchfahren und das in
der Regel 3 oder
4-mal.
Reglement (Auszug)
Es ist
immer nur ein Fahrer in einer Sektion. Das Ziel ist es,
innerhalb der Zeitbegrenzung von 2:30 min, den Parcours der
entsprechenden Kategorie möglichst fehlerfrei zu durchfahren.
Ein Punktrichter ahndet jedes Aufsetzen eines Fußes mit
Strafpunkten. Eine Richteruhr zeigt dem Richter die
verstrichene Zeit an. Die Zeit kann jederzeit vom Fahrer
nachgefragt werden. Wird die Maximalpunktzahl von 5
Strafpunkten erreicht, hat man den Parcours sofort zu
verlassen.
1
Strafpunkt ergibt sich z. B.:
Berührung
je eines Körperteiles mit dem Boden oder Hindernis. Aufsetzen
des Pedals auf den Boden oder Hindernis.
Aufsetzen des
Unterbodenschutzes oder des Rockrings auf den Boden oder
Hindernis.
Gleichzeitiges Aufsetzen eines Pedals und des
Unterbodenschutzes/Rockrings auf dem Boden oder Hindernis.
Überschreiten des Zeitlimits von 2:30 Minuten pro angebrochene
15 Sekunden.
5 Punkte
ergeben sich z. B.:
Beide Füße
gleichzeitig auf dem Boden oder Hindernis.
Beide Füße
auf der gleichen Seite des Fahrrades oder Sturz.
Bewegen des
Fahrrades außer am Lenker.
Anfassen
des Bodens oder des Hindernis.
Schwenken
der Radnaben über die Begrenzungsbänder, Pfeile oder Pfosten.
Fahren in einem klassenfremden Tor.
Die
Strafpunkte aller Sektionen werden addiert und der Fahrer mit
den wenigsten Strafpunkten gewinnt. Gefahren wird in Alters-
und Leistungskategorien, welche in der Sektion anhand der
farbigen Pfeile ersichtlich ist.
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